Texte und Artikel

Texte und Artikel

 

Jenseits von Corona:  

1. Folge: Die informatische Krankheitssicht am Beispiel kindlicher Beschwerden: Die Situation vor der Geburt. HIER KLICKEN !

2. Folge: Die informatische Sichtweise der Geburt und des Geburtsschocks. HIER KLICKEN !

3. Folge: Die ersten drei Monate eines Babys aus informatischer Sicht: a. Wie verhält es sich? HIER KLICKEN ! 

4. Folge: Die ersten drei Monate eines Babys aus informatischer Sicht. b. Will es bleiben? HIER KLICKEN!

5. Folge: Die Zahnung oder was es heißt, präsent werden zu müssen. HIER KLICKEN!

6. Folge: Jenseits von Corona: Gehenlernen - was es braucht, zu stehen und zu gehen. HIER KLICKEN!

7. Folge - Jenseits von Corona: Vom Lernen zu sprechen oder, was es braucht, verstanden zu werden. HIER KLICKEN!


Jenseits von Corona: Vom Lernen zu sprechen oder, was es braucht, verstanden zu werden.

Dieser Serie von kurzen Texten über Themen der menschlichen Entwicklung hab ich den Übertitel, Jenseits von Corona, gegeben, weil die menschengemachte Corona-Krise im pseudoreligiösen Glauben an eine materialistische und daher sinnlose Welt wurzelt. Die Folge ist, dass menschliche Existenz ebenfalls sinnlos und daher auf ein für eine skrupellose Oberschicht sinnvoll erscheinendes Maß zu begrenzen ist. Das ist die Logik des Materialismus. 

Naturmedizin und hier ganz besonders die Homöopathie stören die Kreise dieser Menschen, denen nur an der eigenen Macht gelegen ist, weil sie ihnen ihr elitäres Existenzrecht sichert und das Leben der anderen zu einem beschränkt geduldeten reduziert.

Was ich hier vorstelle, entspricht einer Gegenwelt, in der Menschen keine Maschinen sondern informatisch (von moralischen Inhalten) geprägte Wesen sind. Das entspricht der Tradition der symbolischen Medizin, in der die Symptome Bedeutung haben. Ich gehe noch einen Schritt weiter und beziehe die Umstände, die Symptome verbessern oder verschlimmern, in die Übersetzung mit ein. Das erweitert die Botschaften, sodass man auch detailliertere Rückschlüsse auf die emotionalen Vorgänge und Hintergründe der Krankheit ziehen kann. Die alltägliche Praxis bestätigt oder stellt dann die Richtigkeit der Übersetzung der jeweiligen Krankheitsbotschaft in Frage.

Man könnte nun meinen, die Aufgabe, etwas lernen zu müssen, wäre eine Frage des Willens, also des erwachenden Bewusstseins des Kindes. Die Sache ist jedoch komplizierter: Gedanken sind frei, der Wille ist es nicht, sagt der Philosoph Schelling.

Einmal mehr also begegnet man der Tatsache, dass der Wille glaubt, entschieden zu haben, tatsächlich aber emotionalen Vorgaben aus dem Unterbewusstsein gefolgt war. Emotionen sind spontane nicht willensgeleitete Äußerungen, wir können weder unsere Zornesausbrüche noch die Krankheiten, die nichts anderes als emotionale Reaktionen sind, willentlich beherrschen. Angst, Zorn oder andere Emotionen können den "freien" Willen zu immer gleichen Handlungen veranlassen.

Das bedeutet, der Wille darf nur frei sein, wenn ihm das Unterbewusstsein erlaubt, was er will. Zum Gehenlernen braucht es daher nicht nur den Willen, sich aufzurichten und zu schreiten, es braucht auch die Fähigkeit und den Auftrag dazu. Diese sind letztlich im Unterbewusstsein verankert.

Sprache ist ebenfalls Bewegung: Ob es nun Gesten sind oder ob es sich um verbales Artikulieren handelt, es geht um Zeichen oder Lautabfolgen, die es ermöglichen, sich anderen zu erklären und die Zeichen oder Lautabfolgen anderer zu verstehen.

Dass dieser Lernprozess anders als beim Gehen nie endet, kommt unter anderem auch daher, dass es keine fixen physikalischen Bedingungen sind, mit denen man sich abstimmen muss. Artisten und Sportler können die Physik nicht ändern sondern nur ausloten. Bei der Sprache geht es um den kreativen Umgang mit vieldeutigen Begriffen im Rahmen eines flexiblen menschengemachten Reglements (Grammatik).

Unter sprachlicher Artikulation verstehen wir das Ausformulieren von Worten. Der Begriff verweist aber nicht zufällig auf die Gelenke als Ausdrucksmittel. Unsere Bewegungen sind allesamt Ausdruck individueller Absichten, sie haben also auch dann Mitteilungscharakter, wenn wir z. B. nur gedankenlos dahinschreiten. Das bedeutet, dass rheumatische Erscheinungen Ausdruck unerfüllter Absichten sind, also mit Problemen der gehinderten Artikulation zu tun haben müssen. Darüber hinaus ist jede verbale Mitteilung eine Stellungnahme, in die auch die körperliche Haltung mit einbezogen ist.

Ist also das erste Wort eines Kindes "Nein", hat es zumindest das Selbstvertrauen, sich gegen etwas zu stellen, zu opponieren, sagt es Mama, ist das wie ein vertrauendes Ja.

Kinder, die spät Sprechen lernen, tun sich mit der Annahme des sprachlichen Reglements schwer. Es geht um die Tatsache, sich nach Bedingungen richten zu müssen, um verstanden zu sein. Manche Kinder reden anfangs überhaupt eine eigenen Sprache, die oft nur die Mutter versteht. Das kann bedeuten, dass man anpassungsschwach oder eben widerspenstig ist.

Bedeutung pätes Sprechenlernen: Problem, sich in seinen Äußerungen kommunikativen Bedingungen unterwerfen, ihnen entsprechen zu müssen, um verstanden zu sein. 

Das Erlernen und richtige Aussprechen der Begriffe bedeutet also die Auseinandersetzung mit menschengemachten Regeln. Andere zu verstehen wie auch von ihnen verstanden zu werden, ist Voraussetzung für Mitgliedschaft in sozialen Gemeinschaften.

Damit kommt die Angst ins Spiel. Fehler zu machen. Nicht verstanden zu werden stellt diese Mitgliedschaft in Frage. Das zeigt sich ganz deutlich beim Stottern.

Bedeutung von Stottern: Wunsch zu sprechen, jedoch zu fürchten, in seinen Äußerungen nicht überzeugend zu sein, somit nur zwischen Sprechen und Verstummen hin und her schwanken, sich aber nicht selbstverständlich mitteilen zu können.

Neben diesem Erwartungsstress gibt es auch Probleme der Orientierung.

Bedeutung von Sprachprobleme: Gefühl, verwirrenden kommunikativen Bedingungen ausgesetzt zu sein, sich nicht anpassen, einstellen und daher auch nicht passend mitteilen zu können, nur bedingt oder gar nicht verstanden zu sein.

Mit jeder Folge dieser Serie über die menschliche Entwicklung wird es mehr und mehr um die Herausforderungen gehen, sich in die soziale Gemeinschaft und ihre Normen zu integrieren.

 


 
 
 

Jenseits von Corona: Gehenlernen - was es braucht, zu stehen und zu gehen.

Dieser Serie von kurzen Texten über Themen der menschlichen Entwicklung hab ich den Übertitel, Jenseits von Corona, gegeben, weil die Naturmedizin und hier ganz besonders die Homöopathie in einer Zeit, in der Wahrheit als Verschwörung gilt, existenziell gefährdet ist.

Was ich hier vorstelle, entspricht der Tradition der symbolischen Medizin und meiner Praxiserfahrung. Danach haben Symptome eine Aussage und können zur Übersetzung der Krankheitsbotschaft verwendet werden. Die von mir alltäglich angewandte Methodik geht noch einen Schritt weiter, indem sie die Modalitäten, das sind die Umstände, die die Symptome verbessern oder verschlimmern, in die Übersetzung mit einbezieht. Das erweitert die Botschaften, sodass man auch detaillierte Rückschlüsse auf die emotionalen Vorgänge und Hintergründe der Krankheit ziehen kann.

Wenn jemand erkrankt, ist ja die Krankheit als spezifische Empfindlichkeit schon vorher angelegt. Es bedarf dann des spezifischen Reizes, der diese Empfindlichkeit berührt und so die Krankheit als Reaktion auslöst. In Fällen, in denen man die Ursache nicht kennt, hat man zumindest über die Modalitäten, das sind die Umstände, die ein Symptom verschlechtern oder bessern, Indizien, die  indirekt auf die  Ursache verweisen. Zum Beispiel verweist Kälteempfindlichkeit auf eine  Empfindlichkeit bezüglich sozialer Isolation. Das kann ein Hinweis auf die sozialen Ereignisse im Hintergrund des Falles sein.

Mit dem Gehen- und Sprechenlernen erleben wir am Kind die Bewusstwerdung der Welt als soziales Gegenüber. Die Welt gibt ihm nur dann Halt, wenn es sich auch ihren Regularien fügt. Gehen bedeutet, bei jedem Schritt auf die physikalischen Gesetze Rücksicht nehmen zu müssen. Beim Sprechen ist das anders, hier muss es sich einem kommunikativen Reglement, also von Menschen geschaffenen Gesetzen anpassen.

Voraussetzung für das Gehen ist, einen Standpunkt los und sich auf einen anderen einzulassen. Die sprachliche Entsprechung, einen Standpunkt in dieser oder jener Streitfrage einzunehmen, ähnelt diesem Vorgang entspricht ihm aber nicht ganz. Einen Standpunkt einzunehmen bedeutet hier nicht, auf einer Meinung zu beharren, sondern sich unter physikalischen Bedingungen zu positionieren.... Stehen ist die Voraussetzung für Gehen.

Stehen braucht Selbstvertrauen und Vertrauen in den Standort,

Gehen braucht noch etwas mehr, nämlich inneres Gleichgewicht in Form eines Selbstbewusstseins. Wer steht, tritt in Erscheinung, nimmt einen Standpunkt ein, den es zu behaupten gilt. Wer geht, wechselt immer wieder den Standort, muss sich also auf diese und auf sich selber verlassen können. Wer an seinem inneren Gleichgewicht zweifelt, fällt.

Das innere Gleichgewicht ist sowohl Sache des Bewusstseins als auch des Unterbewusstseins. Es wäre fatal, seine Schritte nicht im Konsens mit den wechselnden Standortbedingungen anzulegen. Die Physik ist stets stärker, also gilt es, sich ihr zu fügen. Das nennt man dann Einsicht in Zusammenhänge. Dazu braucht es aber Selbstwahrnehmung und stetes Üben. Man muss wissen, wozu man als Lebewesen fähig ist.

Selbstreflexion und Einsicht in physikalische Zusammenhänge sind also Voraussetzung, seine Schritte den herrschenden Bedingungen anzupassen, Wir begegnen hier einmal mehr der Eigenart des Unterbewusstseins, alles zu personifizieren, und vor allem, dass Anpassung eine Form des Konsenses und damit Voraussetzung für das Leben ist.

Bedeutung von Gehen: 

Gefühl, sich seiner selbst sicher zu sein, um sich immer wieder auf wechselnde Standortbedingungen einlassen, sich ihnen anpassen zu können, um bei jedem Schritt mit der Umwelt im Gleichgewicht zu sein.

Das also ist die Herausforderung, vor der das Kind steht. Seine Entwicklung fordert ihn auf, selbstbewusst zu werden, um sich mit den Umfeldbedingungen gemäß seinen Fähigkeiten auseinanderzusetzen.  

Bedeutung von spätem Gehenlernen: 

Problem, sich auf sich verlassend aus sicheren Bedingungen zu lösen und auf immer wieder neue Standpunkte einzulassen, sich anzupassen, meint, seine Position nicht verändern, nicht weiterschreiten zu können.

Es ist daher von Interesse, die begleitenden Ängste oder Verhaltensweisen zu beobachten.

Der Furcht zu fallen, sind wir schon bei der Geburt begegnet, da war es ein von der Mutter fallen gelassen Werden. Gehen ist ein erster öffentlicher Auftritt. Die dafür zu erfüllende Voraussetzung ist, den eigenen Standpunkt nicht nur halten sondern auch wechseln zu können. Dafür braucht es inneres Gleichgewicht. Fehlt es, fällt man hin. Das Kind hat sich also sowohl gegen die äußeren physikalischen Bedingungen zu behaupten als auch seine Ängste zu überwinden.

 

Ein Beispiel schwachen inneren Gleichgewichts ist die Furcht vor einem Element, das keinen Halt gibt: 

Bedeutung von Furcht vor Wasser:

Vorstellung, schwankenden Bezügen, Unverbindlichkeit, Haltlosigkeit ausgeliefert und somit auch ohne Möglichkeit sozialer Gegenseitigkeit, sicheren Rückhalts zu sein

 

Mit ihr verwandt ist die Angst vor Stuhlgang, Stuhlgang bedeutet abgesondert zu werden, weil man sozial nicht passt. Essen ist die Aufnahme überwiegend passender Nahrung, Stuhlgang ist der Anteil des Essens, der nicht passt. Wer Angst vorm Stuhlgang hat, hat generell Angst, nicht zu passen und aus diesem Grund  abgesondert zu werden. Genau das aber ist die Ursache für die so häufige Verstopfung oder Stuhlverhaltung der Kleinkinder.

 

Bedeutung von Verstopfung, Stuhlverstopfung, Obstipation allgemein:

Gefühl, selbst unpassende Kommunikationspartner (Beziehungen, Umstände, Akzeptanzbedingungen) festhalten, es vermeiden zu müssen, als unpassend (= unnütz, stinkend) abgesondert zu sein.

Jede Obstipation ist ein Festhalten an Unpassendem. Das kann aus dem Klammereflex, z. B. Stuhlverhaltung der Kinder, passieren oder Folge von Uneinsichtigkeit sein. Man wähnt sich großartig genug, um zu allem und jedem zu passen.  

Bedeutung von Obstipation bei Kindern (auch Stuhlverhaltung):

Problem, ungewissen Bedingungen ausgesetzt jedoch zu wachsender Selbständigkeit angehalten zu sein, meint, gerade das vermeiden und sich daher auch an Unpassendem festhalten zu müssen, um nicht ohne Halt, abgesondert zu sein.

Damit komme ich zum nächsten Entwicklungsschritt, dem Sprechenlernen. Wie das Gehenlernen setzt es Lernfähigkeit voraus. Diesmal geht es aber nicht um fixe physikalische Umweltbedingungen sondern um sprachliche Traditionen des sozialen Überbaus, also Menschengemachtes, dem sich das Kind anzupassen hat.

 

 


Diese Serie von kurzen Texten über Themen der menschlichen Entwicklung hab ich den Übertitel, Jenseits Corona, gegeben, weil die Naturmedizin und hier ganz besonders die Homöopathie im Zuge der dunklen Coronapolitik existenziell gefährdet ist. Die Grünen haben mit ihrer Gegenposition vorzeitig die Katze aus dem Sack gelassen. Den Menschen muss klar gemacht werden, dass der Grund für die Abkehr in der schlechten Vermarktbarkeit der Naturmedizin liegt, wel sie eine Dienstleistung und damit zeitaufwendig ist. Der durch medizinische Vorwände begründete Zwangsstaat bedeutet nicht nur eine Abkehr von der biologischen Wirklichkeit sondern auch eine Abkehr vom Menschlichen. Nicht mehr der Mensch soll des Menschen Medizin sein sondern das in Sekunden verschriebene Medikament..
Der pure Materialismus, auf dem Big Pharma gründet, denkt die Welt als ökonomische Ordnung. Meine tagtägliche homöopathische Praxiserfahrung führt mich aber zum Schluss, dass sie tatsächlich ein emotionales Konstrukt ist. Wir leben in einem informatischen Universum, in dem die Begriffe wie in einem Computerprogramm das Eigentliche sind.
Gegenstand dieses Textes ist die Zahnung. Der Begriff, um den es dabei geht, ist Eindrücklichkeit.
Eindrücklichkeit bedeutet, durch starke Präsenz zu beeindrucken. Zähne setzen sich beim Kauen über ihre Eindrücklichkeit mit dem Essen auseinander, darüber hinaus unterstreichen sie auch unsere Präsenz nach außen. Stellen sie sich einen Repräsentanten einer Firma vor, dem die Schneidezähne fehlen. Der negative Eindruck schlägt auf ihn selbst und seine Firma zurück.
Wenn also ein Baby Zähne bekommt, ist ihm die Aufgabe gestellt, eindrücklich werden zu müssen.
Wir haben eine obere und eine untere Zahnreihe. Auf die spezifischen Themen, denen jeder Zahn unterstellt ist, gehe ich hier nicht ein, weil das den Rahmen des Textes sprengen würde.
Die obere Zahnreihe wurzelt im Oberkiefer, es hat keine Spielräume für Anpassung sondern steht für fixe Ansprüche an Eindrücklichkeit. Hier passen Begriffe wie Position, Prinzipien, also sich positionieren, seine Prinzipien wahren.
Die untere Zahnreihe wurzelt im beweglichen Unterkiefer. Es hat die fixen Ansprüche an das faktisch Mögliche anzupassen. Das bedeutet, es reduziert diese Ansprüche auf den menschlichen Rahmen.
Beißen resultiert aus dem Zusammenspiel dieser einander entgegenstehenden Zahnreihen, das, was man will, wird begrenzt durch das, was möglich ist.
Bedeutung von Beißen: Gefühl, seinen Ansprüchen Nachdruck verleihen, sich im Rahmen des Möglichen durch Beißen (Verstärkung der Eindrücklichkeit) Anerkennung, Respekt, soziale Präsenz zu verschaffen.
Damit wird klar, dass das Essen von fester Nahrung eine gewisse Präsenz voraussetzt.
Somit ist die Bedeutung von Zahnung: Problem, im Zuge der eigenen Entwicklung aufgefordert zu sein, sowohl sozial eindrücklich wie auch verbindlich werden, sich also als soziale Präsenz beweisen zu müssen.
Die Größe der Herausforderung bleibt uns Erwachsenen eigentlich verborgen, weil wir im Vorgang des Essens keine Herausforderung mehr sehen können.
Was sich aber darüber hinaus zeigt, sind Ansätze einer Grammatik, mit denen der Körper über Symptome mit uns sprachähnlich kommuniziert.
Das Unterbewusstsein teilt durch die Umstände, die ein Symptom verbessern oder verschlimmert, mit, was es gerne hätte oder eben ablehnt. Verschlimmerung der Symptome sind Ausdruck der Ablehnung, Verbesserungen sind Ausdruck seiner Zustimmung.
Verbessert kaltes Trinken, will es in Ruhe gelassen werden, weil Kälte als befreiend empfunden wird, verbessert warmes Trinken, wünscht es Nähe, weil Wärme als Zuwendung interpretiert wird.
Der hier vorliegende Umstand, mit dem sich das Unterbewusstsein auseinanderzusetzen hat, ist die eigene Entwicklung. Entwicklungsprobleme sind somit Ausdruck der Ablehnung, erwachsen zu werden. Wachstum bedeutet, wachsendem Anpassungsdruck ausgesetzt zu sein, ihm nachgeben, sich verändern zu müssen. Im Grunde tut sich ein Kind mit Zahnungsproblemen schwer, eindrücklich werden zu müssen.
Was aber bedeutet es, wenn die Zahnungsprobleme des Kindes nicht nur lokale Schmerzen hervorruft sondern auch mit begleitende Beschwerden kombiniert sind.
Ich demonstriere den Sinn dieser kombinierten Botschaft am Beispiel des Fiebers.
Bedeutung von Fieber: Erregung, hinnehmen zu müssen, emotional Abgelehntem hilflos ausgesetzt zu sein, ohne reagieren zu können.
Allein aus dem Text wird ersichtlich, warum Babys in der Regel höher fiebern als Erwachsene. Weil sie hilfloser sind.
Wollen wir nun die Bedeutung von Fieber bei der Zahnung kennen, braucht man nur die verkürzte Bedeutung von Zahnung im Fiebertext an die Stelle von ... emotional Abgelehntem ... setzen:
Bedeutung von Fieber bei der Zahnung; Erregung, aufgefordert zu sein, ...im Zuge der eigenen Entwicklung sozial eindrücklich wie auch vereinnahmend werden zu müssen (beißen), ...die Herausforderung trotz Ablehnung nur hinnehmen, sich ihr aber nicht entziehen zu können
Alle die Zahnung begleitenden Beschwerden, ob Schnupfen, Husten, Durchfall usw., können auf eben diese Weise übersetzt werden. Die Symptome erweisen sich so als Fenster zur Wirklichkeit. Die symbolische Medizin, die die Untersuchung dieser Phänomene begonnen hat, würde durch Miteinbeziehung der homöopathischen Erfahrung in der von mir vorgestellten Technik zu einer exakten Disziplin aufgewertet werden.
Wozu? Der Hauptzweck des Aufwands ist, sich aus dem Patienten emotional herauszuhalten. Das ist keine fehlende Empathie, Mitfühlen führt zwangsläufig zu einer Spiegelung der oder des Untersuchenden im Untersuchten. Die eigenen Erfahrung, die nie die Erfahrung des Gegenübers sein kann, wird zur Falle.
In den nächsten Folgen werde ich mich mit dem Gehen- und Sprechenlernen befassen.
 
 
 
 
 
 
 

Dieser Serie von kurzen Texten über Themen der menschlichen Entwicklung hab ich den Übertitel, Jenseits Corona, gegeben, weil trotz bester Beweislage gegen die Corona-Pandemie tagtäglich schlechte Nachrichten herein prasseln. Ich bin nach wie vor überzeugt, dass sie nicht durchkommen. Licht am Ende des Tunnels seh ich allerdings noch nicht, also beschäftige ich mich zur Abwechslung mit meiner eigentlichen Agenda, der Symptomensprache. Es geht mir darum, die etwas statische Symbolische Medizin in eine flüssige Sprache zu erweitern.

In allen Texten zur Entwicklung geht es um allgemein gültige Phänomene. Was die Verschreibungsmethodik betrifft, wie ich sie in meiner Praxis anwende, wäre Seminarstoff, weil es um das Verstehen des Repertoriums geht, das Problem, dass die Hälfte der Gemütssymptome nicht objektiv festzumachen sind, wir aber trotzdem nicht an Gemütssymptomen vorbeikommen usw.
In Folge 3 ging es um die emotionale Lage der Babys nach der Geburt, ob sie sie als Abgesondertsein oder als Befreiung erfahren. Die Mehrzahl fühlt sich abgesondert, vor allem nachts fehlt der Herzschlag und das Rauschen des mütterlichen Blutes. Sie erwachen daher ständig. Es ist wie ein Rückversichern, ob die Mutter noch da ist.
Diese Schlafstörungen sind aber nicht das einzig Dilemma, vielen Müttern bereiten auch die sogenannten Dreimonatskoliken Sorge. Ihre Ursache ist ein sich zusammenziehender Magenausgang, man spricht von einem Pylorus- oder Pförtnerkrampf, der in den ersten drei Lebensmonaten das Kind plagen kann.
Was es mit diesen drei Monaten auf sich hat, vor welcher Entscheidung das Kind nun steht, sollte in der Symptomenbotschaft des Pförtnerkrampfes angesprochen sein.
Bedeutung des Pförtnerkrampfs: Problem, sich den Bedingungen sozialer Gegenseitigkeit, Nützlichkeit stellen zu müssen, sich jedoch weder einlassen noch entziehen, sich nur verkrampfen, verschließen zu können.
Man erkennt ansatzweise, worum es geht. Der Pförtner liegt zwischen Magen und Darm. Während der Magens die Kontaktaufnahme mit Unvertrautem zu leisten hat, geht es im Darm um die die gegenseitige Passung, man kann auch sagen soziale Eignung. Eignung bedeutet hier, die Bedingungen gegenseitiger Nützlichkeit erfüllen zu können. Wir sehen hier im Verdauungsweg das Muster einer sozialen Gemeinschaft, bei der es nicht genügt, dass sie mir nützt, ich muss auch ihr nützlich sein, um dazuzugehören.
Das ist am Beispiel der Muttermilch gut zu erklären: Die Bedingung, die das Baby an die Muttermilch stellt, ist passende Ernährung zu erhalten, um überleben zu können, die Gegenbedingung, die die Muttermilch an das Baby stellt, lautet, dass sie vom Baby erwartet, sich von ihr zu lösen, erwachsen (selbständig) zu werden... Versorgung ist angenehm, Erwachsenwerden nicht, lautet hier der Konflikt.
Voraussetzung für eine ungestörte Verdauung ist also ein Konsens zwischen Ansprüchen der Person, die die Nahrung zu sich nimmt, und Ansprüchen, die die Nahrung an sie stellt. Informatisch betrachtet setzen beide Seiten Bedingungen, die von der jeweils anderen zu erfüllen sind.
Bei der Pylorusstenose liegt der Konfliktort zwischen Magen und Darm. Das Baby will sich auf die Bedingung der Muttermilch, die im Darm schlagend werden, nicht einlassen, weil es sie als Abweisung empfindet, und erbricht sie in einem Schwall.
Botschaft von Erbrechen: Problem, sich auf soziale Kontakte eingelassen zu haben, sich nun aber nicht anpassen und daher auch keine Verbindlichkeit schaffen zu können, als unpassend zurückgewiesen, ausgestoßen zu sein.
Der Text besagt, nicht der Magen weist die Nahrung zurück, der Magen fühlt sich von der Nahrung zurückgewiesen. Das widerspricht unserer bewussten Wahrnehmung, die davon ausgeht, dass Nahrung das Überleben zu garantieren hat, dass es also nur gilt, irgendwie an passende ranzukommen. Die Nahrungsbeschaffung ist aber schon eine der Bedingungen, darüber hinaus steht, ich hab das schon in der ersten Folge angedeutet, der soziale Konsens vor dem Überleben. Das Gegenseitige siegt immer über das Einseitige.
Deshalb kann es sein, dass sich in den ersten drei Lebensmonaten, in denen Babys nur Muttermilch oder eine Ersatzmilch bekommen, Verdauungsprobleme einstellen. Ich geh aus Gründen der Übersichtlichkeit auf die Möglichkeit mangelnder Qualität der Muttermilch nicht ein. Sie ist Ausdruck der Überforderung der Mutter durch die Fürsorgerolle und stellt daher Bedingungen an das Baby, die es gar nicht erfüllen kann. Das tut jede unverträgliche Nahrung, was zeigt, dass der sozialer Konsens wischen Nahrung und Ernährtem Voraussetzung für den Verdauungsvorgang ist.
Hier soll es um die Frage der Unverträglichkeit normaler Muttermilch gehen.
Ornithogalum umbellatum, der doldige Milchstern, ist eines von mehreren passenden homöopathischen Mitteln für den Pförtnerkrampf. Sein Arzneimittelmotiv sollte die Situation der ersten drei Monate zumindest ansatzweise beschreiben.
Motiv von Ornithogalum umbellatum: Problem, ans Vertraute gebunden und daher in seiner Anpassungsfähigkeit an das Unvertraute eingeschränkt, unflexibel zu sein, weil es meint, den Bedingungen sozialer Gegenseitigkeit nicht wirklich zu entsprechen, diesen Mangel letztlich nur durch extremes Bemühen ausgleichen oder eben nur verkrampfen zu können;
Strategie: klammert, verwindet sich, um zu entsprechen;
Das heißt, diese Menschen sind unflexibel, weil sie sich dem Unvertrauten nicht gewachsen fühlen.
Bei Neugeborenen ist das Vertraute die Nahrung, die sie durch die Nabelschnur bekommen haben. Im Zuge der Umstellung auf die Muttermilch sehen sie sich erstmals einer Bedingung sozialer Eignung konfrontiert. Sie sind angehalten, selbständig zu werden. Das überforderte Baby verkrampft, es scheint in der Pforte zum Leben festzustecken.
Der Vorgang ähnelt einem Erwachen des Bewusstseins, das aus der Dunkelheit seiner selbst in die soziale Welt tritt. Damit können sich auch neue Ängste und Vorbehalte auftun, weil ja das Bewusstsein das eigene Ausgeliefertsein in der Welt reflektiert.
Erwachsene, denen ornithogalumhilft, sind üblicherweise Magenproblematiker, sie versuchen das Gefühl mangelnder Eignung mit Perfektionismus auszugleichen.
Am Ende des Lebens kann sich dieses Phänomen umkehren. Diesmal zeigt es sich direkt am Bewusstsein, das im Zuge seiner Introversion den Kontakt zur Außenwelt verliert.
Die Bedeutungen von Demenz und Alzheimer sind Beispiele dieser Situation:
Gefühl, durch sich verändernde soziale Integrationsbedingungen in seiner Flexibilität überfordert und daher auch in seiner sozialen Position in Frage gestellt zu sein, den drohenden Verlust weder hinnehmen noch ausweichen, ihn nur durch Rückzug verdrängen zu können.
Die Begriffe, wie sich verändernde Integrationsbedingungen, Gefährdung der sozialen Position zeigen wie verheerend die Auswirkungen eines Lockdowns auf ältere Menschen sein können.
Diese Indizien sprechen dafür, dass die ersten drei Lebensmonate eine Zeit sind, in der das Bewusstsein beginnt, aus sich herauszugehen, und den sozialen Bezügen öffnet. Das heißt, die Wahrnehmung wendet sich von innen nach außen.
Der nächste Entwicklungsschritt, den das Baby zu bewältigen hat, ist die Zahnung. Sie wird Gegenstand des nächsten Artikels sein.

 

Die ersten drei Monate eines Babys aus informatischer Sicht. a. Wie verhält es sich?

Dieser Serie von kurzen Texten über Themen der menschlichen Entwicklung hab ich den Übertitel, Jenseits Corona, gegeben, weil es gerade wegen der wachsenden Existenzgefahr für die Naturmedizin eine Notwendigkeit ist, auf ihre Leistungsfähigkeit und ihre alternative Sicht auf die Welt zu verweisen.

Quelle meines informatischen Weltbildes ist die homöopathische Praxis, die ich seit 30 Jahren in Kremsmünster/OÖ führe. Eine meiner Veröffentlichungen, die auf eben dieser Perspektive basiert, ist das Buch, Materia Medica der Motive. Dem Leser, der damit nicht vertraut ist, ist möglicherweise nicht klar, Homöopathie könnte nicht so wirken, wie sie es tut, wenn die Welt materialistisch konzipiert wäre.

Ich hab im letzten Text, als es um den Geburtsschock ging, geschrieben, dass der emotionale Zustand eines Neugeborenen oft ein Hinweis auf das Vorhandensein eines Schocks bzw. Folge einer Ablehnung der eigenen Geburt sein kann. Die Mutter, die eben unter Schmerzen ein Kind geboren hat, sieht sich plötzlich einem völlig verängstigten bzw. empörten Baby gegenüber. Es ist mit seinem Schicksal und damit mit der Mutter nicht einverstanden.

Bedeutung von Schreien bei Kindern, Schreikind: Gefühl, auf Halt angewiesen, von der Mutter jedoch ausgestoßen worden zu sein, meint, seiner Verstimmung nur durch Schreien gebührenden Ausdruck verleihen, sich nur so Beachtung, Zuwendung verschaffen zu können

Häufiger als Schreikinder sind Babys, denen die Nacht ein Grauen ist. Sie wachen ununterbrochen auf und wollen die Mutterbrust oder eben das Fläschchen.

Neugeborene sind in den ersten Monaten primär nach innen orientiert. Somit sollte die Quelle ihrer Ängste auch in ihrem Inneren liegen. Bedenkt man, dass der Embryo an die Geräusche des Mutterleibs gewohnt ist, sollte die Geburt unter anderem auch den Verlust dieser "Geräuschkulisse" bedeuten. Die nun eingetretene Ruhe und Stille ist also für das Neugeborene mit dem Begriff Abgesondertsein assoziiert. Somit ist die Nachtruhe wohl eine Metapher für eben dieses Abgesondertsein, das es mehr als alles andere fürchtet.

häufiges Aufwachen, Schlaflosigkeit von Kindern: Problem, auf Halt angewiesen, durch den nächtlichen Schlaf jedoch auf sich gestellt, abgesondert zu sein, meint, die Kontrolle daher nicht vertrauend loslassen, sich nicht auf sich zurückziehen zu können.

 

Das gilt freilich nicht für alle. Ein guter Teil der Babys wacht nur ein-, zweimal zum Trinken auf. Was hat also die Empfindsamkeit der schlaflosen anderen für diese Trennungserfahrung derart gesteigert, dass sie nachts keine Ruhe finden?

Die Antwort lautet, dass ein und derselbe Anlass von verschiedenen Menschen verschieden interpretiert wird. Die Geburt kann für das eine Baby Befreiung, für das andere ein Weltuntergang sein.

Die Symptome derjenigen, die mit ihrem Erdendasein erst mal unglücklich sind, geben Auskunft, worum es geht

 

Bedeutung von licht-, geräusch-, berührungsempfindlich: Problem, angespannt und daher gegenüber sinnlichen Reizen überempfindlich, selbst bei geringen Abweichungen, als unpassend erachtet, kritisiert, in seiner Zugehörigkeit in Frage gestellt zu sein.

 

Bedeutung von hohem Fieber: Erregung, hilflos hinnehmen zu müssen, emotional Abgelehntem ausgesetzt zu sein, ohne sich äußern oder reagieren zu können.

 

Hier findet sich auch die Erklärung, warum Babys höher fiebern. Sie sind eben auch deutlich hilfloser.

Bedeutung von heißem Kopf, kalten Füßen, Händen:

Kopfhitze (Blutandrang): Problem, hinnehmen zu müssen, sich unter den gegebenen Umständen in seinem Geltungsanspruch nicht behaupten, sich nur hilflos erregen zu können.

 

kalte Füße im Bett: Gefühl, sich auf die Standortbedingungen nicht verlassen und daher auch nicht selbstverständlich einlassen, die Kontrolle loslassen zu können.

 

kalte Hände: Gefühl, nicht willkommen zu sein, sich auf soziale Kontakte daher nicht einlassen, sich auf sie nicht verlassen zu können.

 

Man erkennt in diesen Zusammenhängen, dass die Kälte der Hände und Füße ein Rückzugsphänomen ist. In ihrer Kälte drückt sich ein Vorbehalt gegen Kontakte in Form emotionaler Zurückhaltung aus.

 

Somit sind heiße Hände und Füße das emotionale Gegenteil. Ees geht nun nicht um Rückzug sondern um gestaute Erregung über die Bedingungen sozialen Halts. Der Unterschied liegt also im Emotionalen, das eine ist defensiv das andere offensiv.

 

Die Symptome erzählen also von der subjektiven Interpretation des Geschehens durch das Baby. Ein Schock muss nicht mal Folge eines schrecklichen Geschehens, also einer Aggression aus dem Umfeld sein, er kann genauso Folge eines unrealistischen Anspruchs des Kindes an die Welt, also enttäuschte Erwartung sein.

Wie auch immer es die Lage interpretiert, aus beiden Varianten können sich Panikanfälle entwickeln.

Panikanfälle: Vorstellung, hinnehmen zu müssen, plötzlich sozial in Frage gestellt, verstoßen und somit schutzlos auf sich gestellt zu sein.

 

Erwachen mit Angst: Vorstellung, sozial weder in sich noch dem Umfeld zu ruhen, abgesondert, schwebend, sozial bezugslos zu sein, stets gefasst sein zu müssen, als unpassend ausgegrenzt, schutzlos, ohne Halt zu sein.

 

kratzt sich: Vorstellung, unbeachtet zu sein, seiner Hilflosigkeit nur durch Autoaggression Ausdruck verleihen, sich nur durch Selbstzerstörung als besonders beweisen zu können.
 

Die letzte Bedeutung ist die der Selbstverletzung durch Schneiden, Ritzen etc.. Die Symptomenbedeutungen gelten ungeachtet des Alters oder der Frage, ob es um Menschen oder Tiere geht.

 

Krankheit ist stets die Folge eines krankmachenden Reizes und des Temperaments des auf diesen Reiz empfindlichen Wesens.

Die Individualität der Wahrnehmung ist entscheidend, ob die Geburt als Enttäuschung oder als Weltuntergang interpretiert wird.

 

Im nächsten Beitrag wird es nochmals um die ersten drei Monate gehen, wobei es um die dramatische Frage geht, ob es überhaupt bleiben will.

 

 

 

Die informatische Sichtweise der Geburt und des Geburtsschocks:

Nach monatelangem Anrennen gegen die überzogenen Corona-Maßnahmen widme ich mich als Gegenpol zu all dem Negativem einer Serie von Artikeln über die Symptomenbedeutung. Ich gehe dabei von der in der symbolischen Medizin und teilweise auch in der Psychologie bestehenden Vorstellung aus, dass Krankheitssymptome Botschaften haben. Das ist deshalb von großem Interesse, weil dadurch die Welt als ein informatisches und kein materielles Konstrukt anzusehen ist, was die theoretische Physik ja schon andeutet.

Mein Einstieg in das Thema war die  Homöopathie, die ich seit 30 Jahren in Kremsmünster/OÖ ausübe. Basierend auf dieser Sicht hatte ich schon mehrere Veröffentlichungen, z.B. die Materia Medica der Motive.

Im vorangegangenen Artikel über die vorgeburtliche Situation sprach ich von Problemen der Trennung. In der Geburt wird diese Trennung Realität. Auf die Welt zu kommen, ist wie eine Landung auf einem fremden Planeten. Wie das Kind dies verkraftet, zeigt sich im nachgeburtlichen emotionalen Zustand.

Die Bedeutung eines Kaiserschnitts oder einer Zangengeburt ähnelt somit einem Absturz, weil man die Ablehnung der Trennung durch einen abrupten gewaltsamen Eingriff (dessen Notwendigkeit oft unbestreitbar ist) löst. Das heißt, die Trennung ist plötzlicher Fakt, was allerdings bleibt, ist die kindliche Angst.

Naturgemäß wäre eine Landung auf dieser Erde besser. Unter kausaler Therapie verstünde man in der Homöopathie die Lösung der Trennungsvorbehalte, was zu einer Annahme der Geburt und damit zu einer weniger harten Landung führte. Das ist leichter gesagt als getan, dennoch, die Folgen der gängigen, oft unvermeidlichen Vorgangsweise wären bedeutend milder.

Bedeutung von Kaiserschnitt, Zangengeburt, Saugglocke: Problem, hinzunehmen, durch einen willkürlichen Eingriff von der Mutter getrennt, ohne Kontrolle, orientierungslos zu sein, sich weder entziehen noch anpassen, es nur hilflos akzeptieren oder resignieren zu können.

Man darf annehmen, dass ein Kaiserschnitt fällig wird, wenn sich Mutter und Kind einig sind, beisammen bleiben zu wollen. Das erscheint unlogisch, weil es den Tod beider bedeuten würde. Ich hab im letzten Artikel dazu angemerkt, dass die Evolution das zulässt, weil ihr Konsens wichtiger als Überleben ist. Basis des Lebens auf diesem Planeten ist das Gemeinsame, das vor das Trennende gestellt ist. Wir sehen auch, dass das Geschehen von Begriffen und Emotionen gleitet ist. Die Begriffe werden im Rahmen von emotionalen Reaktionen in andere Begriffe umgewandelt, die der herrschenden Situation besser entsprechen. Man nennt das Anpassung der Haltung. Das kann bei überbordender Emotionalität für das betroffene Individuum tödlich sein, weil die nun eingenommene Haltung und die Wirklichkeit einander nicht entsprechen, das Prinzip ist aber nicht verletzt. 

Das bedeutet, eine Geburt kann auch stattfinden, wenn nur einer der beiden Partner zur Trennung bereit ist. Wenn also die Mutter dazu bereit ist und das Baby nicht, oder umgekehrt nur das Baby aber die Mutter nicht, wird sich der Geburtsvorgang mühsam gestalten. In beiden Fällen kann das Baby trotz einer relativ normalen Geburt einen Geburtsschock haben.

Bedeutung von Geburtsschock, Geburtstrauma (defensiv): Gefühl, von der Mutter verstoßen, den abweisenden Bedingungen der Umwelt hilflos ausgeliefert, plötzlich auf sich gestellt, ohne Kontrolle, orientierungslos zu sein.

Bedeutung von Geburtsschock, Geburtstrauma (offensiv): Gefühl, von der Mutter durch ihre überbordende Fürsorglichkeit an der Trennung und damit auch an der Entfaltung gehindert worden zu sein.  

Will man wissen, was vorgegangen ist, ist es daher von großem Interesse, wie das Baby sich unmittelbar nachher verhält.

Neugeborenenprobleme beschreiben zum einen die Irritation des Babys, jetzt auf sich gestellt zu sein.

Bedeutung von Neugeborenenprobleme (defensiv): Gefühl, willkürlich aus seinem Bezug (zur Mutter) gerissen, den verwirrenden, vielfältigen Bezügen der Welt, ihren Veränderungen, ihrem Anpassungsdruck hilflos ausgeliefert zu sein;

Ebenso ist aber auch eine Form der Entrüstung des Babys, statt gehalten, festgehalten worden zu sein, möglich.

Bedeutung von Neugeborenenprobleme (offensiv): Gefühl, beim Versuch, sich aus seinem Bezug (zur Mutter) zu lösen, nicht unterstützt sondern festgehalten worden zu sein.  

Es gab mal eine Werbung, ich glaub für Babynahrung, die zeigte ein daumenlutschendes Baby. Nachdem das alles recht kuschelig aussah, meinte man, dass das ein Zeichen für Wohlbefinden wäre. 

Bedeutung Fingerlutschen von Kindern: Gefühl, in seinem Wunsch nach Kontakt, Trieberfüllung auf sich gestellt zu sein, somit bei sich selber Halt und Erfüllung finden zu müssen, nur in sich gehalten zu sein;

Jetzt könnte man natürlich einwenden, ich sauge mir das ähnlich wie die Babys aus meinen Fingern, finde also in mir selbst Halt. Tatsächlich ist dieses Wissen aus dem homöopathischen Repertorium abgeleitet. Das Symptom "Kinder stecken den Finger in den Mund" hat in meinem Synthesis-Repertorium 39 Mittel. Homöopathische Mittel haben jedes eine Arzneimittelbotschaft. Das sind Situationen, in die Menschen geraten können (siehe mein Buch: Materia Medica der Motive).

Logischerweise müssen alle Mittel der Rubrik, Fingerlutschen, etwas mit der Bedeutung dieses Symptoms und damit der Situation des Kindes zu tun haben. Wenn man nun die Botschaften der Mittel kennt, kann man aus der Zusammenschau einiger repräsentativer Mittel die Symptomenbedeutung ableiten.

Damit ist zu obiger Botschaft zu ergänzen, dass z. B. das Gefühl, auf sich gestellt zu sein, nicht nur aus Unselbständigkeit, Hilflosigkeit resultiert. Es kann genauso eine Folge der Ablehnung der herrschenden Bedingungen, also Opposition dagegen sein.

 

Im nächsten Text wird es um die ersten drei Monate im Leben eines Neugeborenen gehen.

 

 

 

Die informatische Krankheitssicht am Beispiel kindlicher Beschwerden: Die Situation vor der Geburt.

Seit Monaten berichten ich und andere Autoren primär vom Corona-Wahnsinn. Das ist sicher notwendig, notwendig ist aber auch, den Blick auf die Realität der Naturmedizin zu lenken, die wie eine Parallelwelt neben der zur Bedrohung gewordenen technischen Sichtweise existiert.

Was jeder aus dem derzeitigen Geschehen lernen kann, ist, dass in der Wissenschaft nicht die Fakten sondern politische und ökonomische Interessen bestimmend sind.

Meine Domäne ist die Homöopathie, die ich seit 30 Jahren in Kremsmünster/OÖ ausübe.

Ich möchte also eine Sichtweise vorstellen, bei der es um das Krankheitsverständnis geht. Ratschläge, welche homöopathischen Mittel man für diese oder jene Krankheit nehmen soll, sind eigentlich nicht seriös. Um eine richtige homöopathische Verschreibung zu schaffen, muss man zuerst die Krankheit verstehen und dieses Verständnis in Homöopathie übersetzen. Es bedarf einer genauen Kenntnis der Grenzen der Nachschlagwerke, um hier die Orientierung nicht zu verlieren. Wenn ich also ab und zu ein Mittel nenne, dann als Hinweis nicht als Empfehlung.

Mein Verständnis von Krankheit beruht auf der Übersetzung der Symptomenbedeutung und ihrer Zusammenschau. Der Körper spricht in Symptomen darüber, was ihn wirklich bewegt.

Wer darüber Näheres wissen will, findet die gedanklichen Ansätze in meinem Video Weltbild im Wandel: Editorial zum Entwurf eines informatischen Weltbilds - Symptomensprache (10 Min) https://youtu.be/tYFm2hZfG4k

Ich widme mich nun Problemen der menschlichen Entwicklung, beginne also mit Problemen vor der Geburt und werde das Schritt für Schritt bis zu Problemen des Alterns und Sterbens weiterführen.

Mitte des 19. Jahrhunderts lag das Risiko der Mütter, bei einer Geburt zu sterben, bei etwa 0,5 %. Man kann also den Kaiserschnitt zu den erfolgreichsten lebensverlängernden Maßnahmen der Schulmedizin zählen. Der Vorstellung, dass ein Kaiserschnitt notwendig ist, weil die anatomischen Verhältnisse der Mutter dem Kind den Weg nach draußen versperren, ist aus informatischer Sicht jedoch zu widersprechen.

Der Begriff Trennung, also die Ablehnung der Trennung des Kindes von der Mutter bei gleichzeitiger Ablehnung der Mutter, sich vom Kind zu trennen, ist das eigentliche Problem.

Mir erscheint es daher logischer z. B. die Steißlage des Embryos neben anderen die Entbindung erschwerenden Haltungen als Ausdruck des kindlichen Widerstands gegen die Trennung von der Mutter zu deuten.  Das Kind dreht sich also nicht, weil es nicht kann sondern weil es nicht will.

Hier wird nun sofort der Einwand kommen, dass dies den Gesetzen der Evolution, die ja das Überleben als oberste Prämisse hätte, widersprechen würde. Genau das tut es, weshalb das Überlebensgesetz mit hoher Wahrscheinlichkeit falsch ist und durch das Gesetz des Konsenses zu ersetzen wäre. Vor dem Überleben hat die Natur den sozialen Konsens gesetzt. Was derzeit im Rahmen des Lockdowns geschieht, ist das genaue Gegenteil und illustriert, wie krank die Welt durch diese materialistische Deutung der Lebensphänomene geworden ist.

Was aber sichtbar wird, ist das eigentliche Problem, das sich mit dem Begriff, TRENNUNG, exakt beschreiben lässt.  Ja, es ist eine Form des Konsenses, die mit dem Untergang beider enden kann. Da die Natur niemals irrt, ihre Irrtümer sind nur ein Produkt materialistischen Denkens, bekommen wir hier den Hinweis, dass Konsens innerhalb der herrschenden Naturgesetzlichkeit vor dem Überleben kommt. In Summe zeigt sich auch, dass im Zuge der Evolution der Konsens mehr zum Überleben beiträgt als es das Überleben in Form eines auf sich gestellt Daseins jemals könnte. Die Überlebenschancen des Einzelnen sind gering, die des Kollektivs unvergleichlich größer.

Bedeutung der Steißlage des Embryos:  Wunsch, seine Position nicht zu verändern, sitzen zu bleiben, um zu vermeiden, durch die Trennung von der Mutter auf sich gestellt sozialer Ungewissheit ausgeliefert zu sein.

Man darf nun nicht glauben, dass bei jeder ohne große Komplikationen verlaufenden Geburt, die Trennung von Mutter und Kind gelungen sei. Es gibt Fälle, in denen sich die beiden nicht voneinander lösen können.

Ein Indiz dafür sind Abstillprobleme, die sich bis ins 5.,6. ja 7. Lebensjahr und vielleicht noch länger hinziehen können. Wie immer gibt es hier mehrere homöopathische Mittel, ein sehr interessantes ist Aqua Hochstein, ein homöopathisches Mittel, das aus einem Mineralwasser des Bayrischen Waldes gewonnen wird. Dieses Mittel hat Trennungsprobleme in jeder Form, also nicht nur Probleme, sich zu trennen, sondern auch das Problem, unter einer Trennung zu leiden (Näheres findet man bei Eberle & Ritzer)..

In meinem nächsten Beitrag wird es um den Geburtsschock gehen.

Auch diesen Text finden Sie in meinem Blog  https://symptomandsense.wordpress.com/

 

 Wenn Sie Kontakt mit mir aufnehmen möchten, stehe ich Ihnen gerne zur Verfügung. HIER KLICKEN !



Praxis

Über mich

Homöopathie

Methodik

Körpersprache

Du bist, was Du isst

Texte und Artikel

Philosophie s&s

Einführung zum Programm symptom & sense

Bücher

Impressum

Datenschutzverordnung