Methodik

Methodik
 
 
Umsetzung der informatischen Prinzipien bei der Mittelfindung.

Bei jeder Krankheit gilt es zu wissen, was ist passiert und wem ist es passiert.
Das bedeutet, jede Person wird auf ein und dieselbe Problemsituation in ihrer eigenen individuellen Art und Weise reagieren. Das bedeutet, die Empfindsamkeit für diese Problemsituation ist als Krankheitsdisposition schon vor Ausbruch der Krankheit da, sie ist keine Folge der Problemsituation.

Was unterscheidet dann eine akute Erkrankung von einer chronischen? Warum ist die eine „reparabel“ die andere nicht?
Der Unterschied zwischen einer chronischen und einer akuten Erkrankung liegt darin, dass es sich bei akuten Erkrankungen um für den Betroffenen „lösbare“ Konflikte handelt. Der Kranke schafft es letztlich, sich den für ihn problematischen sozialen Gegebenheiten anzupassen oder sich eben ihren Einflüssen zu entziehen.
Chronische Erkrankungen sind Mitteilungen, dass eine Empfindsamkeit für alltägliche Gegebenheiten vorliegt. Die Krankheit hält daher an oder tritt immer wieder auf.
Die Krankheitsdisposition eines chronisch Kranken entspringt häufig einem einschneidenden Ereignis in der Kranken- oder der Familiengeschichte. Seine Empfindsamkeit für Alltägliches ist also kein mechanisch-chemischer Defekt sondern Ausdruck eines anhaltenden Vorbehalts, der von diesem Ereignis ausgelöst wurde. Dieser Vorbehalt wird über die körperliche Lokalisation des Symptoms und verbessernde oder verschlimmernde Umstände mitgeteilt.

Will man also die Krankheit verstehen, gilt es diese Mitteilungen zu verstehen:
Der Name einer Erkrankung repräsentiert in der Schulmedizin den optisch und messtechnisch erfassbaren Körperzustand, die Symptomatik. Betrachtet man also den Körper nur als mechanisch-chemisches Konstrukt, bleibt er stumm. Die hier vertretene Auffassung – sie entspricht im Ansatz der symbolischen Medizin - begreift ein Symptom als Krankheitsbotschaft. Die Methodik der Ableitung der Bedeutungszuordnungen kann hier nicht erläutert werden (siehe dazu „softwaregestützte homöopathische Verschreibungsmethodik“). Ich stelle daher nur einige Resultate vor:

• Ist es der Kopf, geht es um soziale Geltung,
• Ist es das Gesicht, geht es um unsere soziale Erscheinung,
• ist es die Brust, geht es um die Frage der sozialen Respektierung,
• ist es der Rücken, geht es um die Frage sozialen Rückhalts,
• ist es der Bauch, geht es um die Frage sozialer Nützlichkeit,
• sind es die Arme, geht es um den sozialen Handlungsspielraum und die Bedingungen sozialen Halts,
• sind es die Beine, geht es um den Aktionsradius und die Bedingungen sozialer Standfestigkeit, also die Standortbedingungen;
 
Wird also ein derartiger Anspruch in Frage gestellt, steht man unter Anpassungsdruck. Wird z. B. mein Handlungsspielraum eingeschränkt, verändere ich meine Haltung, passe mich also an, oder, wenn das nicht möglich ist, erkranke ich im Bereich der Arme und Schultern. Ich fühle mich als Opfer einschränkender Bedingungen: dieses Gefühl der Einschränkung durch die Welt ist der schon erwähnte Vorbehalt, der zu Krankheitserscheinungen führt.
Das Unterbewusstsein teilt also über das betroffene Organ – hier die Arme - exakt mit, welcher Einschränkung es sich ausgesetzt fühlt. Vergleicht man das mit der sozialen Situation des Patienten, wird deutlich, welche soziale Gegebenheit es als unakzeptable Einschränkung empfindet und dass diese Gegebenheit nun eingetreten ist.

Schmerz ist generell Ausdruck vergeblichen Bemühens. Über seine Lokalisation können komplexe Inhalte mitgeteilt werden.
• Bauchschmerz: Gefühl, den Leistungsbedingungen trotz Bemühens nicht zu genügen
• Ohrenschmerzen: Gefühl, trotz Bemühens um Zugehörigkeit in Frage gestellt zu sein

Für jedes Mitglied einer sozialen Gemeinschaft geht es letztlich darum, durch Erfüllung sozialer Bedingungen Anspruch auf Erfüllung eigener Bedingungen zu erwerben. Dieses „Gegengeschäft“ birgt das Risiko fehlender Ausgewogenheit. Es geht dabei nicht darum, ob dies objektiv nachvollziehbar ist sondern, ob es so empfunden wird.
Fehlende Ausgewogenheit bedeutet stets Krankheit. Sie tritt ein, wenn wir nicht in der Lage sind, uns anzupassen oder durchzusetzen.

Wir erkennen daraus, dass hinter jeder Erkrankung ein Widerspruchspaar steht. Man stellt auf der einen Seite einen Anspruch und hat auf der anderen das Problem, dass man zu dem, was man für seine Erfüllung tun kann, gar nicht in der Lage ist.

Dieses Widerspruchspaar entspricht dem Ursache – Wirkungsprinzip, ist wie Schloss und Schlüssel. Ich habe im Zuge meiner Arbeiten herausgefunden, dass sich diese Gegensätze in der Symptomatik des Patienten abbilden. Das heißt ein Teil der Symptome beschreibt den Anspruch und ein anderer die Tatsache, diesem Anspruch gar nicht gewachsen zu sein.
In der von mir durchgeführten Analyse wähle ich die zwei charakteristischsten, diesen zentralen Konflikt beschreibenden Symptome aus und erhalte so nicht nur eine Darstellung des Widerspruchs sondern auch Hinweise zur Wahl des passenden Mittels.

Vertiefende Informationen über meine Methodik 






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